Benediktinerabtei Niederaltaich

Benediktinerabtei der Heiligen Mauritius und Nikolaus zu Niederaltaich

Benediktinerabtei Niederaltaich - Urlaub im Kloster

Benediktinerabtei Niederaltaich in Oberbayern

Die im niederbayerischen Landkreis Deggendorf etwa 10 Kilometer von der gleichnamigen Kreisstadt entfernte und idyllisch an der Donau gelegene Benediktinerabtei Niederaltaich wurde im Jahr 741 vom Bayern-Herzog Odilo gestiftet. Die Benediktinerabtei Niederaltaich entwickelte sich rasch zu einem politischen und kulturellen Mittelpunkt der Region und bewirkte die Entstehung des heute 2000 Einwohner zählenden Kloster-Dorfes Niederaltaich. Die im Hochmittelalter zeitweilig sogar reichsunmittelbare Abtei kolonisierte weite Teile Niederbayerns und hatte bis zu ihrer Auflösung 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss überaus bedeutenden Einfluss auf kirchlicher und staatspolitischer Ebene.

Einer der Äbte des Klosters, Godehard (960-1038), wurde 1131 als St. Gotthard heilig gesprochen.

Die nach Zerstörungen durch einen Großbrand um 1700 im Barock-Stil neu erbauten, ursprünglich gotischen, Klostergebäude wurden 1813 durch Blitzschlag schwer beschädigt und in Folge zum großen Teil abgerissen.
Ab 1918 wurde die Benediktinerabtei Niederaltaich dank eines Vermächtnisses neu belebt und schrittweise renoviert. Heute werden Ort und Klosteranlage durch die beeindruckende, doppeltürmige Barock-Basilika St. Mauritius dominiert.

Termine zu Kirchenführungen Montag – Freitag 14-17 Uhr unter Tel.: 09901 / 2080.

Zum weitläufigen Klosterareal gehören auch die byzantinische St. Nikolaus-Kirche im Gebäude der ehemaligen Klosterbrauerei sowie Gäste-, Schul- und Tagungsräume und der Klosterladen, in dem unter anderem in der Klosterkellerei hergestellte Liköre erworben werden können. In der Gaststätte „Klosterhof“ kann sich der Abtei-Besucher im Biergarten oder in den Hofgewölben das positive Vorurteil von deftig-bayerischer Kloster-Gastlichkeit bestätigen lassen.
Seit 1949 ist Kloster Niederaltaich wieder eine eigenständige Abtei. Der das Kloster seit 2001 leitende Abt Marianus Bieber steht zurzeit einer Gemeinschaft von etwa 30 Mönchen vor. Im Kloster wird der Gedanke der Ökumene schwerpunktmäßig betont. Dieser Aspekt findet seinen augenfälligsten Niederschlag in der Beachtung zweier christlicher Ritus-Formen in der Ausstattung der Sakralräume und beim Gottesdienst: In der Benediktinerabtei Niederaltaich werden sowohl der römische als auch der ostkirchliche byzantinische Ritus beachtet.

Der Konvent betreibt in der Benediktinerabtei Niederaltaich außerdem das Gymnasium St. Gotthard mit fast 900 Schülern sowie die Katholische Landvolkshochschule.

Urlaub in der Benediktinerabtei Niederaltaich

Benediktinerabtei Niederaltaich - Urlaub im KlosterIdeal für einen Urlaub im Kloster von Niederaltaich ist das zwischen zwei begründen Innenhöfen liegende Gäste- und Tagungshaus St. Pirmin mit seinen 20 Doppel- und 50 Einzelzimmern. Die Zimmertagespreise liegen im Bereich von moderaten 39,- bis 56,- EUR. Ob als Gruppe oder als Einzelgast wird Erholung suchenden Frauen und Männern hier ein ansprechendes Ambiente in von Spiritualität bestimmter Atmosphäre geboten. Hier kann schweigend, im Gespräch oder in der umgebenden Naturlandschaft Gott gesucht und begegnet werden. Der Gast kann diesen Urlaub im Kloster in Eigeninitiative gestalten oder auch im Rahmen angebotener Studien– und Einkehrtage.

Pionierarbeit leisteten die Niederaltaicher Benediktiner bereits seit 1962 bei dem Aufbau des Bereichs Klosterurlaub durch die Umsetzung des Konzepts „Kloster auf Zeit“. Bei diesem besonderen Angebot können Männer die Möglichkeit nutzen, für eine gewisse Zeit mit den Mönchen den Alltag zu teilen. In der Regel werden Erstteilnehmern zweiwöchige Kurse empfohlen. Später sind dann mehrmals im Jahr „Wiederkehrwochen“ in der Benediktinerabtei Niederaltaich möglich. Ziel ist es, durch gelebte Teilnahme an den christlich-klösterlichen Traditionen Orientierungshilfen für das eigene Leben zu gewinnen.

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