Auszeit im Kloster

Alltag und Mitarbeit im Kloster

Auszeit im Kloster

Nicht alle Menschen können oder wollten sich zwangsläufig dafür entscheiden, ihr Leben in einem Kloster zu verbringen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, in einer Auszeit im Kloster eine Weile das klösterliche Leben der Mönche oder Nonnen zu teilen. Dort kann man sich ungestört von äußeren Einflüssen und abgeschirmt von der Schnelllebigkeit des modernen Lebens auf das Abenteuer dieser ganzen anderen Erfahrung des Alltagslebens einzulassen.

Vita activa oder Vita contemplativa?

Welches dieser Prinzipien zu bevorzugen ist, diskutiert die Philosophie bereits seit Jahrhunderten. Auch die Literatur hat dieses Thema aufgegriffen und romanhaft verarbeitet. Der Mensch in der modernen Gesellschaft muss sich dem aktiven Leben stellen und es fehlt ihm häufig nicht nur an Zeit, sondern auch an Energie, um auch den so überaus wichtigen kontemplativen Teil nicht zu vernachlässigen. Die Mitglieder in den Klöstern leben beide Prinzipien und zeigen damit, dass sie sich sehr wohl vereinbaren lassen. Sich eine Auszeit im Kloster zu nehmen, ist eine gute Gelegenheit sich der eigenen Spiritualität wieder anzunähern.

Klosterleben

Auszeit im KlosterFällt die Entscheidung für eine Auszeit im Kloster, ist der erste Schritt getan, sich dem Bereich des Spirituellen wieder zu öffnen. Das Eintauchen in die Welt eines Klosters wird dadurch unterstützt, dass der Neuankömmling in den Rhythmus des Klosters integriert wird. Das heißt, dass im der Auszeit im Kloster der Besucher ebenso auf bestimmte Dinge verzichtet wie die Mönche oder Nonnen. Der Luxus des Alltags, der zuvor als selbstverständlich wahrgenommen wurde, wird nun zugunsten einer Hinwendung zum eigentlichen Sein, zum Einswerden mit sich selbst und zur Aufnahme einer Verbindung zu Gott aufgegeben. Bei einer Auszeit im Kloster wird etwa eine jederzeit verfügbare heiße Dusche oder ein weiches Federbett als überflüssiger Komfort empfunden, der den Menschen von seiner eigentlichen Bestimmung nur entfernt.

Die Suche nach Einkehr – Auszeit im Kloster

Alltag und Mitarbeit – Einkehrtage im Kloster

Nur wenige Klöster gibt es noch, deren Mitglieder ihren Tag bereits um Mitternacht beginnen. In den meisten Klöstern fängt der Tag in den frühen Morgenstunden an. Das gesamte Klosterleben ist auf festgelegte Gebetszeiten ausgerichtet, bei denen Anwesenheitspflicht herrscht. Die Zeit zwischen den Gebeten nutzen die Mönche oder Nonnen, um sich dem Studium der Bibel zu widmen oder zu arbeiten. Dies kann im klösterlichen Garten, in der Küche oder aber auch in der Herstellung von Produkten sein, die verkauft werden und damit zur Finanzierung des Klosters beitragen. Persönliche Besitztümer gibt es im Kloster nicht, die materiellen Lebensbedingungen sind somit für alle Bewohner gleich.

Eine Woche in einen der Klöster, die perfekte Auszeit im Kloster

Viele Klöster nehmen inzwischen auch Besucher auf Zeit auf. Eine Glaubensprüfung muss der Besucher nicht ablegen, auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion ist nicht erforderlich. Interessierte können die Dauer ihres Aufenthaltes selbst bestimmen und solange bleiben, wie sie es wünschen. Die Auszeit im Kloster kann auch in schwierigen Lebenssituationen, wie etwa nach dem Tod eines geliebten Menschen eine wirkliche Hilfe sein. Die Mönche und Nonnen bieten den Besuchern in solchen Fällen spirituelle Unterstützung an und stehen ihnen zur Seite. Bei einem temporären Aufenthalt in einem Kloster hängt es natürlich von dem jeweiligen Orden ab, inwieweit die Einbindung in das Alltagsleben des Klosters stattfindet. Einige Klöster stellen lediglich Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung, andere binden die Besucher dagegen gänzlich in ihren Ablauf des Tages ein.

Videotagebuch (1. Tag)

 

Videotagebuch (2. Tag)

 

Videotagebuch (3. Tag)

 

Auszeit im Kloster

Kloster Arenberg

Kloster Arenberg bietet Ihnen körperliche und spirituelle Entspannung an.

 

Benediktinerabtei Ottobeuren

Die Abtei Ottobeuren kann auf eine große Vergangenheit zurückblicken. Das Kloster wurde um 830 zum ersten Mal im Reichenauer Verbrüderungsbuch erwähnt. Das benediktinische Mönchstum brachte der Abtei Ottobeuren mit seinen wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten im schwäbischem Raum großen Ruhm ein. Durch einen großen Brand im Jahre 1217 wurde das Frauenkloster zerstört, es wurde nicht mehr aufgebaut. Mönche über einer eingeschränkten Dauer hinweg im Alltag zu begleiten.

 

Abtei Münsterschwarzach

Die Abtei Münsterschwarzach gehört zu den geschichtsträchtigsten Klöstern der Benediktiner in Deutschland. Das Kloster liegt an der Mündung der Schwarzach in den Main.
Die heutige Abtei Münsterschwarzach war ein eigenes Kloster der Karolinger umd wurde etwa um 780 gegründet. Die damaligen Äbtissinnen gehörten der kaiserlichen Familie an.

Eine Auszeit im Kloster ist ein bedeutender Abschnitt im Leben – Selbstfindung im Kloster.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*