Abtei Ottobeuren

Die Benediktinerabtei liegt im oberschwäbischen Ottobeuren

Benediktinerabtei Ottobeuren

Der Augsburger Bischof erteilte der Abtei Ottobeuren 1336 die Gerichtsbarkeit. Von den Stiften Oberschwabens ist Ottobeuren das älteste Kloster. Um 1700 stand es an dritter Stelle nach Kempten, was die Größe anbelangte. Im zweiten Weltkrieg wurde das Kloster in ein Lazarett umfunktioniert.

Abtei Ottobeuren – Auszeit im Kloster

Seit 1947 sorgte der Abt Vitalis Maier dafür, dass hier ein internationales Kulturleben entstand. Bei der 1200 Jahresfeier 1964 wurde das besonders deutlich. Seitdem werden hier internationale Konzerttage veranstaltet und es besteht die Möglichkeit für eine Auszeit im Kloster – die Abtei Ottobeuren. Diese Zeit dient der Selbstfindung im Kloster. Vom Benediktinerkloster wird viel Wert auf deutsch-französische, englische, schweizerische und europäische Kontakte gelegt.

Abtei Ottobeuren

Abtei Ottobeuren - Auszeit im KlosterDie Abtei Ottobeuren ähnelt in seiner Bauweise der Stiftsanlage von Salem, man trennte die wirtschaftlichen Bauten räumlich vom Stift ab. Im Gesamtviereck befindet sich im Ostteil der klösterliche Konvent, der Westteil diente der Repräsentation des Reichsstifts. Die weltlichen Räume waren für die Gastunterkünfte, die Schule und die Verwaltung vorgesehen. Der Mittelflügel und der südliche Quertrakt waren für den Abt vorgesehen, als geistiger Führer der Klostergemeinschaft. Die Mönche waren im Konventbau untergebracht. Hier befanden sich auch das Noviziat, der Kapitelsaal, das Subpriorat und Priorat und die Krankenzimmer. Sehr schön sind die Ölgemälde an den Wänden, sie zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Die Zellentüren sind oben mit Ovalbildern der Apostel, Kirchenväter und Ordensstifter und Heiligen geschmückt. Der bekannte Abt Rupert Neß legte 1737 den Grundstein für einen neuen Kirchenbau in der Abtei Ottobeuren.

Weihnachten im der Ottobeuren Basilika – Abtei Ottobeuren

Die berühmtesten süddeutschen Baumeister wie Dominikus Zimmermann, Kaspar Radmiller und Joseph Schmuzer reichten Entwürfe für den Bau der Basilika ein. Später vereinfachte der Münchner Hofbaumeister Effner die Pläne, vollendet wurde die Basilika und Benediktiner Abteikirche dann von Johann Michael Fischer. Abgeschlossen wurde der Bau durch den Bildhauer Johann Joseph Christian und die Stuckornamente durch Johann Michael Feichtmayr. Sehr schön sind auch die Altarbilder und die Fresken anzusehen. Die Kunstrichtungen stehen sich in guter Ausgewogenheit gegenüber, der Rokoko hat hier seine Höhe erreicht.
Ganz genau lässt sich dies alles bei einem Aufenthalt in der Abtei Ottobeuren bewundern und studieren.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*